Was sind Kopfschuppen?

Normalerweise erneuert sich die Haut des Menschen, auch die Kopfhaut, in einem ständig ablaufendem Zyklus von ca. 28 Tagen. Dabei werden die äußeren, abgestorbenen Hautzellen von der Hautoberfläche als winzige, kaum sichtbare Schuppen abgeschilfert.

Bei Kopfschuppen ist der Erneuerungsprozess der Haut extrem verkürzt, auf ca. 5 - 15 Tage. Durch den beschleunigten Prozess sind die Hautzellen nicht vollständig verhornt, klumpen zusammen und lösen sich daher in größeren, sichtbaren Zellverbänden, den typischen Kopfschuppen, von der Kopfhaut.

Etwa 10 – 20 % der Erwachsenen neigen zu Kopfschuppen, Kinder haben bis zur Pubertät praktisch nie Schuppen. Hauptsächlich treten die Schuppen zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. In der Herbst-/Winterzeit ist die Schuppenbildung ausgeprägter als während der übrigen Jahreszeiten.

Schuppen sind in den meisten Fällen ein sehr unangenehmes, aber harmloses Problem. Treten zu den Schuppen jedoch auch deutliche Entzündungen der Kopfhaut hinzu, Nässen, gelbliche Krusten oder verstärkter Haarausfall, sollte ein Hautarzt zur Klärung der Schuppenursache aufgesucht werden, da auch eine andere Ursache wie seborrhoische Dermatitis, Schuppenflechte oder Neurodermitis vorliegen könnte.